Wirken Potenzmittel immer?

Viagra ist nach wie vor das Synonym für Potenzmittel. Viele Jahre lang war die blaue Wunderpille der Blockbuster des US-Pharmaherstellers Pfizer und hat seit Ende der 90-er Jahre unzähligen Männern Hilfe gegen Erektionsprobleme gegeben. Doch  nach Ablauf des Patentschutzes gibt es mittlerweile rund zwei Dutzend andere Hersteller am Markt, die das Mittel mit dem Wirkstoff Sildenafil unter anderen Namenvertreiben . „Der Absatz hat sich verdreifacht“, sagt Wolfgang Bühmann, Sprecher des Berufsverbandes Deutscher Urologen.

Hat man bis vor kurzem für 100 mg Sildenafil zwischen 10 und 12 Euro bezahlt, sind die Preise rapide gefallen. „Der Preis hat sich gedrittelt bis geviertelt.“, so W. Bühmann. Internetapotheken bieten Viagra online sogar noch preisgünstiger an. Es ist daher nicht überraschend, dass nun deutlich mehr Männer als früher zu dem Potenzmittel greifen, das die Zu- und Abfuhr des Blutes im Penis besser reguliert. Wichtig ist jedoch zu wissen, das vor dem Einsatz des Potenzmittels erst eine medizinische Untersuchung klären sollte, welche Ursache ihrer Erektionsstörung hat.

Potenzstörungen sind nicht nur Kopfsache

„In den neunziger Jahren hat man gedacht, Potenzstörungen seien zu 90 Prozent Kopfsache. Dann hat man festgestellt, dass ein Großteil doch organisch bedingt ist. Wobei irgendwann natürlich der Kopf eine Rolle spielt“, sagt Frank Sommer, Experte für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der Glaube, solange man(n) sich selbst befriedigen kann oder morgens eine Erektionhat , sei alles in Ordnung, war weit verbreitet. „Das ist aber etwas ganz anderes, als Geschlechtsverkehr zu haben.“

Ärzte raten daher: „Vor der Therapie steht die Diagnose.“ Sildenafil hilft nur bei Durchblutungsstörungen und psychologischen Problemen. Bei kaputten Nerven, einem Hormonmangel oder einer Beckenbodenschwäche mache es keinen Sinn Potenzmittel einzunehmen.

Wenn körperliche Faktoren ausgeschlossen werden können, rückt die Psyche in den Mittelpunkt. „Der Körper kann eine Erektion haben, aber er streikt in bestimmten Situationen“, so der Psychologe Rüdiger Wacker. „Die gemeinsame Arbeit besteht darin, zu fragen, warum der Körper in dieser Sache streikt“.

In vielen beziehungen ist es so, dass die Erektion beim Sex zum Mittelpunkt der Sexualität überhöht werde. Die Lösung, die der Therapeut vorschlägt, klingt etwas paradox: „Der Gedanke an die Erektion muss weit genug weg sein, damit die Erektion irgendwann wiederkommt.“ In der Praxis heißt das – Paare sollten sich auch mit anderen Bereichen ihrer Sexualität beschäftigen und herausfinden, was ihnen sonst noch alles Spaß macht.

Ist medizinisch und psychologisch geklärt, dass ein Potenzmittel für den betroffenen Mann eine Lösung für seine Erektionsprobleme sein kann, muss noch herausgefunden werden, ob das Potenzmittel verträglich ist.

Die Nebenwirkungen von Sildenafil und ähnlich PDE-5-Hemmern sind nicht dauerhaft schädlich. So tritt bei vielen Männern ein gewisses Wärmegefühl auf. Mit Alkohol vertragen sich Potenzmittel erst einmal auch. „Chemische Probleme gibt es nicht.“ Wer aber zu viel trinke, bei dem wirke das Mittel nicht. „Das Problem ist dann eher der Alkohol selbst, die Lust zum Verkehr sinkt.“

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