Keine Pornos, kein Potenzmittel?

Erektionsprobleme haben in den meisten Fällen psychische oder physische Ursachen, die sich jedoch oft gegenseitig bedingen und beeinflussen. Während bei älteren Männern meist körperliche Ursachen verantwortlich sind, spielen bei jüngeren Männern meist psychische Ursachen eine Rolle.

Eine völlig neue Ursache für Erektionsstörungen ist jedoch der freie Zugang zu Pornos. Durch das Internet und die rund um die Uhr zugänglichen „free porns“ kommt es immer häufiger zu einem exzessiven Pornokonsum mit zu harten Masturbationstechniken – und in der Folge zu Erektionsproblemen. Davon betroffen sind in aller Regel junge Männer bis zu 30 Jahren, die sich der Gefahr nicht bewusst sind oder diese leichtfertig abtun.

Untersuchungen haben ergeben, dass Erektionsprobleme im Alter bis zu 30 Jahren fast ausschließlich auf übermässigen Konsum von Pornos und die entsprechende häufige und zu harte Masturbation zurück zu führen sind. Diese „Pornosucht“ hat jedoch nicht nur Folgen auf den realen Sex, sondern fortschreitender auch bei der Selbstbefriedigung. Es entwickeln sich Libidoprobleme bei realem Sex und zunehmend auch beim Ansehen von Pornos. In der Folge kommt es immer häufiger zu Orgasmusstörungen.

Ursache dafür ist, dass die Reizschwelle der Erregung immer weiter hochgefahren wird, immer weiter gesteigert werden muss, damit eine entsprechende Erregung auch zum Orgasmus führt. Die Reizschwelle liegt irgendwann so hoch, dass sie mit realem Sex gar nicht mehr erreichbar ist. Auch beim Konsum von Pornos fällt die entsprechende Erregung zunehmend niedriger aus, so dass betroffene Männer imer härter und bei noch ausgefalleneren Pornos masturbieren. Vielen Männern ist das gar nicht bewusst.

Zu der Reizüberflutung kommen noch die völlig unrealistischen Sexszenen, dass viel zu heftige, schnelle und harte Masturbieren. Zudem hat dieses Masturbieren nicht mehr viel mit realem Sex mit einer Partnerin zu tun. Die für das Selbstbefriedigen nötige Erregung ist irgendwann so hoch, dass sie durch realen Sex gar nicht mehr erreichbar ist, und Erektionsprobleme die logische Konsequenz sind.

Wer zur Erregung zu schnelle Bewegungen mit zu harter Hand braucht, wird durch das Eindringen in eine weiche, feuchte Vagina ebensowenig eine genügende Erregung verspüren wie das Befriedigen durch eine Frauenhand. Dazu kommt, dass die Partnerin in den seltensten Fällen ebenso stöhnt, spricht und sich verhält wie die Darstellerinnen in einem Pornofilm.

Potenzmittel kaufen wie Viagra oder Cialis wird hier nicht weiter helfen. Die einzige sichere Methode um die Erektionsprobleme zu vermeiden ist der völlige Verzicht auf den Konsum von Pornos, sowie auf Masturbation möglichst zu verzichten. Wer dennoch auf Selbstbefriedigen nicht verzichten kann, sollte sich es nur mit sanften Berührungen, wenn möglich mit Gleitgel, machen und dabei keinesfalls an Sexszenen aus Pornos denken.

Untersuchungen haben gezeigt, das bereits nach ca. 3 Monaten mit ersten Erfolgen zu rechnen ist. Vielen jüngeren Männern gelingt dies nicht und es kommt zu Rückschlägen, die den gewonnenen Erfolg wieder zunichte machen. Es kann auch zwischenzeitlich zu einem Libidoverlust kommen, der aber völlig normal ist und nach ein bis zwei Wochen wieder verschwunden ist. Betroffene Männer sollten es auf jeden Fall vermeiden, „nur mal so zu gucken wie es klappt“. Ein Verzicht auf Pornos und zu harte, schnelle Maturbationstechniken wird Ihre Erektionsfähigkeit schon bald wieder verbesserun und Ihrem Sexleben auf die Sprünge helfen.