Die Psychologie der Potenzstörung

In der heutigen modernen Gesellschaft definieren sich viele Männer über ihre Männlichkeit und Potenz, und somit auch die Fähigkeit zur Erektion, als deren integraler Bestandteil. Demzufolge ist es dann kein Wunder, wenn beim Auftreten von Erektionsstörungen es zu psychischen Problemen kommt die dann wiederum weitere Auswirkungen auf die Impotenz haben. In einer solchen Situation ist die Bezeichnung Teufelskreislauf nicht zu unrecht angebracht.

Die Angst ist dann ein sehr reales Problem, vor allem die Ungewissheit, zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr Herr der Lage zu sein, zu versagen und unzufrieden mit dem eigenen Körper zu sein. Die Unfähigkeit eine Erektion zu bekommen schlägt sich voll auf die Psyche nieder und das Selbstbewusstsein ist am Boden. Diese Angst kommt immer wieder hervor – jedes Mal beim Sex hört man(n) in sich hinein, kann sich nicht am Sex erfreuen und fast automatisch kommt es dann zu Erektionsproblemen. Die Angst verhindert wirkungsvoll, dass sich der Mann fallen lässt, den Sex geniesst und eben nicht an die Erektionsprobleme denkt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass die höchste Risikokategorie bei Männern der so genannten „Baby-Boomer“ generation besteht. Diese Männer, in den Jahren von 1946 bis 1964 geboren, definierten sich fast ausschließlich über Spitzenleistungen in Bezug auf Arbeit, Status, familiären und finanziellen Erfolg. Diese genannten faktoren begünstigten Stress und Angst, idealer Nährboden für Erektionsstörungen.

Potenzmittel können eine geeignete Hilfe sein, doch oftmals sollte man auf die genauen Lebensumstände und die Lebensqualität achten. Stressfaktoren können abgebaut werden und somit auch die Fähigkeit des Körpers für eine stabile Erektion gefördert werden. Selbstzweifel und psychische Belastungen lassen sich mit kompetenter Hilfe behandeln, versprechen dadurch nicht nur eine bessere Lebensqualität, sondern auch ein zufriedenes Sexleben.

Sicherlich ist dies leichter gesagt als getan und den Schritt sich Hilfe zu holen ist alles andere als einfach. Viele betroffene Männer greifen dann lieber zum Potenzmittel und oft sind Viagra und Co. die geeignete Hilfe. Einen Neuanfang, eine „Rückeroberung Ihres Lebens“ können Sie jedoch nur selbst beginnen – ob das heute, in einigen Monaten oder in vielen Jahren ist, hängt ganz allein von Ihnen ab.